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16.05.2008 - IKZ

Morgen stehen rund 90 Kinder auf der Bühne des Parktheaters

Foto: Kauschke

Foto: Kauschke

Am morgigen Samstag ist es endlich soweit: Schon seit Mitte letzten Jahres proben die kleinen Tänzerinnen des Ballettstudio Bauer für ihre „Puppenfee".

ISERLOHN. (sk) Es ist Samstag, die Luft surrt, die Sonne brennt heiß vom Himmel. Schnell hinein durch den Bühneneingang ins kühle Parktheater. Doch auch hier findet man keine Erfrischung. Das geschäftige Treiben von kleinen, größeren und ganz kleinen Balletttänzerinnen und -tänzern lässt die Luft beinahe flimmern. Rund 90 Kinder in Tutu und Strumpfhosen proben zum ersten Mal auf der großen Bühne des Parktheaters für die Aufführung des Ballettstudios Bauer am Samstag, 17. Mai, um 18 Uhr. „Die Puppenfee" heißt der Einakter nach der Musik von Joseph Bayer und Riccardo Drigo, das die Puppen wortwörtlich zum Tanzen bringt.

Wir befinden uns nämlich in einem großen Puppenladen, wo der Puppenmeister - getanzt von Barbara Boesenberg - die unterschiedlichsten Puppen herstellt. Sein Geselle (Maximilian Ullmann) will nach einem anstrengenden Tag noch schnell einen Blick auf das schönste Exemplar, die Puppenfee (Jessica Prestipino), werfen und schläft dabei ein. In seinem Traum beginnen die Puppen zu tanzen. Doch als er aufwacht, bleiben sie lebendig. „Wir proben schon seit Mitte letzten Jahres," sagt Barbara Boesenberg, stellvertretende Vorsitzende des Iserlohner Ballett- und Tanzensembles. „Erst wurden die Tänze in den einzelnen Gruppen im Ballettstudio geprobt, und heute werden sie zum ersten Mal auf der großen Bühne im Parktheater zusammengeführt."

Gar nicht so leicht, so viele aufgeweckte Kinder unter einen Hut zu bringen. Paul Hoffmann, Inhaber des Ballettstudios und künstlerischer Leiter, ruft immer wieder Anweisungen über die Bühne und korrigiert Haltung und Choreographie. Schließlich muss jeder Einzelne in das stimmige Gesamtbild passen.

"Ballett ist wirklich gut, um die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern zu fördern," weiß eine Mutter, die am Bühnenrand steht und ihrer Tochter zuschaut. "Man lernt Disziplin, sich selbst auch mal zurückzunehmen und nicht zuletzt eine gute Haltung. Außerdem werden Musikalität und Rhythmusgefühl gefördert." Viele Vorteile also, von denen man sich persönlich bei der Aufführung überzeugen kann. Dann sind nicht nur die jüngeren Balletttänzer im Alter von drei bis 15 Jahren zu sehen, sondern auch die Fortgeschrittenen. Die zeigen das Stück „Chopiniana" nach der Musik von Chopin. Der romantische Einakter spielt in einem Park im Mondschein, wo sich ein Poet nach einer idealen Welt sehnt. Die traumhaften Kostüme wurden im Übrigen von fleißigen Eltern geschneidert, und auch das Bühnenbild wird von freiwilligen Helfern gezimmert.

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