The Royal Danish Ballet

Ballett in drei Akten
Musik: Peter Iljitsch Tschaikowsky
Uraufführung: 1965 von John Cranko am Stuttgarter Ballett

Eugen Onegin ist ein Roman in Versen von Alexander Puschkin aus dem Jahr 1833. Pjotr Iljitsch Tschaikowski komponierte nach einem Libretto seines Bruders, das auf Puschkins Vorlage basierte, die Oper Eugen Onegin mit dem Untertitel Lyrische Szenen.

Eugen Onegin, ein junger Petersburger Müßiggänger, hat alle Genüsse des Großstadtlebens ausgekostet und empfindet nur noch ein Gefühl innerer Leere. Eine Erbschaft macht ihn unvermittelt zum Gutsbesitzer, worauf er die Stadt verlässt, um sich als Agrarier zu versuchen. Nach wenigen Tagen ekelt ihn das Landleben jedoch ebenso an. Sein ebenfalls noch junger Nachbar Lenskij, ein schwärmerischer Dichter, der in Göttingen studiert hat, führt ihn im Haus der Larins ein, mit deren Tochter Olga er verlobt ist. Die ältere, Tatjana, verliebt sich in Eugen und gesteht es ihm in einem Brief. Eugen erklärt seine Uneignung für die Ehe, weist auf die Vergänglichkeit von Mädchenschwärmereien hin und warnt sie vor allzu voreiligen Bindungen. An Tatjanas Namenstag tanzt er demonstrativ nur mit ihrer Schwester. Lenskij ist darüber empört und schickt ihm aus Eifersucht eine Forderung. Eugen tötet ihn im Duell und verlässt sein Landgut. Olga tröstet sich bald und heiratet einen Ulanenoffizier; Tatjana wird in Moskau mit einem General verheiratet. Zufällig trifft Eugen sie in Moskau auf einem Ball wieder und diesmal verliebt er sich tatsächlich in sie. Er gesteht ihr nun seinerseits in einem Brief seine Liebe, doch Tatjana weist ihn ab, obwohl auch sie ihn noch immer liebt.