Mariinsky Ballet

Ballett in drei Akten
Musik: Jules Massenet
Choreographie und Inszenierung Sir Kenneth MacMillan
Uraufführung: 7. März 1974 beim Royal Ballet London im Königlichen Opernhaus Covent Garden

Kenneth MacMillans Manon gilt als eines der erfolgreichsten Ballette, die im 20. Jahrhundert entstanden sind. Kreiert 1974 für das Londoner Royal Ballet, steht das Werk bis heute im Repertoire dieser Kompanie, wurde und wird aber ebenso von großen Ensembles wie dem American Ballet Theatre, dem Ballett der Pariser Oper, dem Kirov-Ballett, der Mailänder Scala und dem Königlichen Ballett in Stockholm getanzt.

Mit den ausladenden Mitteln des klassischen Handlungsballetts erzählt MacMillan die bekannte Geschichte von Manon Lescaut, die sich zwischen Liebe und Luxus nicht entscheiden kann und schließlich als verurteilte Prostituierte auf der Flucht zugrunde geht. Leighton Lucas und Hilda Gaunt haben ihm dafür eine Partitur maßgeschneidert. Sie griffen dabei nicht auf die gleichnamige Oper von Massenet zurück, sondern auf andere Werke aus dem reichen Oeuvre des Komponisten. MacMillan ist mit diesem Ballett ein wunderbares Zeitporträt gelungen: eindrucksvolle Massenszenen - Bettler und Gauner, die feine Gesellschaft und die Demi-Monde - bilden den lebendigen historischen Rahmen, in dem sich das Schicksal der schönen Manon vollzieht.