Foto: (c) Monika Rittershaus

Ballett in vier Akten
Libretto: Marius Petipa und Sergej Chudekow
Musik: Ludwig Minkus

Bajaderen waren indische Tänzerinnen, die entweder als Devadasis (Gottes Dienerinnen) bei Gottesdiensten oder als Natschis (Tänzerinnen) bei weltlichen Veranstaltungen auftraten. Die Umschlagtücher, die sie sich umhängten, wurden ebenfalls so bezeichnet.

La Bajadere ist ein exotisches Märchen, Psychodrama und Tanzfest in einem. Im Mittelpunkt stehen die Priesterin - die "Bajadere" - Nikija und der "tapfere Krieger" Solor. Ihrer Liebe steht der Heiratsanspruch entgegen, den Gamzatti, die Tochter des Radja, auf Solor erhebt. Auch der Große Brahmane ist seiner Oberpriesterin Nikija in Liebe verfallen. Sie aber erliegt dem Mordanschlag der Rivalin. Zwar träumt Solor sich ihr nach ins "Königreich der Schatten", doch die Realität holt ihn ein und mit ihr die unausweichliche Hochzeit mit Gamzatti. Im Augenblick des Eheschwurs zerstört ein Erdbeben den Tempel und reißt die Menschen in den Tod. Im Jenseits sind Solor und Nikia in ewiger Liebe wieder vereint.