Nino Gedewanowna Ananiaschwili (auch Nina Ananiaschwili; * 28. März 1963 in Tiflis) ist eine georgische Primaballerina. Am Moskauer Bolšoi-Theater wurde sie zum internationalen Superstar. Seit September 2004 ist sie künstlerische Leiterin des Georgischen Nationalballetts.

Als Tochter eines Geologen und einer Sprachwissenschaftlerin wurde sie 1973 georgische Jugendmeisterin im Eiskunstlaufen, wechselte dann aber zum Ballett. An der Staatlichen Schule für Choreographie Georgiens lernte sie bei Tamara Wichodzewa und Wachtang Tschabukiani. 1976 trat sie in das Choreographische Institut, die Schule des Moskauer Bolschoi Balletts, unter Natalia Viktorowna Zolotowa, ein. 1980 errang sie die Goldmedaille für Junioren beim Internationalen Wettbewerb von Varna (Bulgarien) und den Großen Preis beim Moskauer Ballett-Wettbewerb.

Nach ihrem Schulabschluß 1981 wurde sie in das Bolschoi-Ballett aufgenommen. Ihren ersten größeren Auftritt hatte sie 1982 in Schwanensee während der Tournée des Balletts in Deutschland. Sie erwarb sich bald einen der ersten Plätze im Ensemble, tanzte Primaballerinenrollen in Giselle, Dornröschen, Don Quijote, La Bajadere, Raymonda sowie Romeo und Julia. 1985 gewann sie erneut die Goldmedaille beim Moskauer Ballett-Wettbewerb.

Nach einer bei Publikum und Kritikern hochgelobten Tournée mit dem Bolschoi-Balett nach Großbritannien (1986) und durch die Vereinigten Staaten (1987), lud sie das New York City Ballett 1988 mit ihrem Partner Andris Liepa als erste sowjetische Tänzer zu einem Gastspiel ein.

Seither gilt Ananiaschwili als Superstar des Balletts. Neben ihrer Verpflichtung in Moskau wurde sie erste Tänzerin des American Ballet Theatre (ABT). In den 1990er Jahren gründete sie ihr eigenes Ensemble, das Nina Ananiashvili and International Stars.

2001 feierte sie ihr 20jähriges Bühnenjubliläum beim Bolschoi-Theater. Im September 2004 übernahm für zunächst drei Jahre die künstlerische Leitung des Georgischen Nationalballetts in Tiflis. Im Dezember 2004 hatte ihre erste Inszenierung, eine Trilogie von Einaktern, in Tiflis Premiere. Im Mittelpunkt des Repertoires sollen der klassische Tanz aber auch moderne Aufführungen stehen.

1991 wurde Aniaschwili als erster Tänzerin der russische Staatspreis Triumph verliehen, 1993 der Schota-Rustaweli-Staatspreis Georgiens. Im Jahr 2000 ernannte sie das Internationale Biographische Institut zur Frau des Jahres.


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