Natalja Hoffmann-Sitnikova und Alexander Gyliaev
Ballett in zwei Akten
Libretto: Vernoy de Saint-Georges
Musik: Adolphe Adam
Uraufführung: Théâtre de I'Académie Royale de Musique in Paris am 28. Juni 1841 nach der Choreographie von Jean Coralli und Jules Perrot
Das Bauernmädchen Giselle liebt Albrecht, von dem sie annimmt, dass er ebenso wie sie aus einfachen Verhältnissen stammt. In Wirklichkeit ist er jedoch ein Herzog, verlobt mit Bathilde, der Tochter des Barons von Kurland. Albrecht erwidert Giselles Liebe. Dem Wildhüter Hilarion, der in Giselle verliebt ist, missfällt das, und versucht aus Eifersucht die Verbindung zu hintertreiben. Während eines Jagdausfluges eröffnet er Giselle die wahre Herkunft ihres Geliebten, die daraufhin aus Verzweiflung den Verstand verliert und sich mit Albrechts Degen das Leben nimmt.
Hilarion besucht Giselles Grab in einem Wald, der zum Reich der Wilis gehört, Bräuten, die vor der Hochzeit gestorben sind und ruhelos als gespensterhafte Tänzerinnen aus ihren Gräbern steigen. Myrtha, die Königin der Wilis, nimmt Giselle in ihren Kreis auf. Die Wilis zwingen Hilarion, mit ihnen zu tanzen; sie stürzen ihn ins Verderben, indem sie ihn so lange mit ihrem Tanz bedrängen, bis er in einem See ertrinkt. Als jüngste der Wilis wird Giselle von Myrtha gezwungen, auch Albrecht, der ebenfalls zum Grab seiner Geliebten gekommen ist, einen tödlichen Tanz zu bereiten. Die Rettung erfolgt durch das Voranschreiten der Zeit, denn im Morgengrauen erlischt der Zauber der Wilis.

