Ballett in drei Akten nach Petipa und Gorski
Musik: Alois Ludwig Minkus

In den Ritterepen seiner Bibliothek findet Don Quichotte in Dulcinea das ideale Frauenbild. Auf der Suche nach diesem Idol ist er bereit, alle Gefahren und Hindernisse auf sich zu nehmen. Sein Diener Sancho Pansa teilt diese Begeisterung weit weniger und folgt ihm lustlos.

Heiteres und buntes Treiben auf dem Marktplatz. In der Menge necken sich Kitri, die Tochter des Gastwirtes Lorenzo und der in sie verliebte Barbier Basil. Die gespielten Missverständnisse zwischen den beiden sind eigentlich nur Ausdruck ihrer jungen Liebe, die Lorenzo ein Dorn im Auge ist, denn Basil ist ein Habenichts und er will lieber seine Tochter mit dem exaltierten, eitlen sehr reichen Gamasch verkuppeln. Dieses Geschäft wird bei einem guten Glas Wein in der Gaststube Lorenzos verhandelt.

Währenddessen treten zur Vorbereitung der Corrida die Torreros, angeführt von Espada, mit der schönen Begleiterin Mercedes auf. Die turbulente Stimmung wird durch das Erscheinen Don Quichottes und Sancho Pansas unterbrochen, die auf ihrer Wanderschaft auf dem Marktplatz eintreffen, wo sie Erquickung suchen. Don Quijote ist verzückt von der jungen Kitri, in der er die von ihm erträumte Dulcinea zu erblicken glaubt. Ritterlich macht er ihr den Hof und geleitet sie zu einem Menuett, was bei Basil und Gamasch deutlich Eifersucht auslöst. Im allgemein entstehenden Chaos fliehen die jungen Verliebten.

Auf ihrer Flucht gelangen Basil und Kitri in das Zigeunerlager in der Nähe einer Windmühle und werden von den Zigeunern vor ihren Verfolgern Lorenzo und Gamsch versteckt. Nach den Flüchtigen befragt, schicken die Zigeuner sie in die falsche Richtung. Auch der ermattete Don Quijote und der ausgehungerte Sancho Pansa und werden gastfreundlich im Zigeunerlager aufgenommen. In seinem Wahn hält Don Quijote die Windmühle für eine Bedrohung, die er im ritterlichen Zweikampf bezwingen muss. Müde und verletzt sinkt er in Schlaf. In einem Traumgesicht begegnet ihm seine geliebte Dulcinea umgeben von anmutigen Dryaden. Mit dem Ende des Traums kommt Don Quichotte wieder zu sich. Als man die Rückkehr von Lorenzo und Gamasch in das Zigeunerlager bemerkt, fliehen Kitri und Basil erneut. Diesmal will Don Quichotte die Verfolger in eine falsche Richtung lenken, doch der einfältig ehrliche Sancho Pansa weist ihnen den richtigen Weg.

Nach der Corrida kommen die Torreros und ihre Begleiterinnen in die Taverne. Seinen Sieg feiert Espada in einem feurigen Tanz mit Mercedes. In der Taverne suchen auch Kitri und Basil Zuflucht, werden aber von Lorenzo und Gamasch entdeckt. Lorenzo ist fest entschlossen, seine Tochter mit Gamasch zu verheiraten. Der verzweifelte Basil fingiert einen Selbstmord. Im letzten Moment erscheint Don Quichotte mit Sancho Pansa und segnet auf Flehen Kitris ihren Bund mit dem „Sterbenden“, der, als auch Lorenzo seinen Segen erteilt, zu plötzlichem Leben erwacht. Der gefoppte Lorenzo erkennt die List, doch ist es für Widerspruch zu spät.

Nach der Trauung feiert das Paar mit allen Freunden ein großes Fest, dem als Ehrengast auch Don Quichotte beiwohnt. Der Ritter von der traurigen Gestalt beglückwünscht die Jungvermählten und begibt sich auf neue Wanderschaft in die Welt.