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Schon in der Barockzeit wurde die Musik oftmals speziell für ein Ballett komponiert. Besonders während der Blütezeit des Balletts in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Sankt Petersburg wurde die Komposition auf die Gegebenheiten des Theaters und die Größe und Zusammensetzung des Ensembles abgestimmt. Dabei arbeiteten der Komponist und der Choreograf oft eng zusammen. Erst im 20. Jahrhundert begann man Choreografien zu bereits bestehender Musik zu entwickeln.

Ein Ballett kann entweder nach einer Musik choreographiert werden, die dafür komponiert wurde, oder nach bereits bestehender. Vor dem 20. Jahrhundert war es allgemein üblich, Musik für ein Ballett zu komponieren. Oft arbeiteten Choreograph und Komponist dabei eng zusammen. Das Choreographieren zu bereits bestehender Musik ist eine Entwicklung des 20. Jahrhunderts.

Die Handlung des Balletts wird Libretto oder Szenario genannt. Sie kann entweder für ein Ballett geschrieben oder aus literarischen Werken, Dramen oder Opern übernommen werden. Neben dem Handlungsballett gibt es auch Ballette ohne Handlung, die eine Stimmung schaffen, ein musikalisches Werk interpretieren oder auch nur den Tanz als ästhetisches Ereignis in den Vordergrund stellen.

Bekannte Komponisten und ihre Ballette

Adolphe Adam: Giselle, Le Corsaire
Léo Delibes: Coppélia, Sylvia
Léon Minkus: La Bajadere, Paquita
Sergej Prokofjew: Romeo und Julia, Cinderella
Igor Strawinsky: Feuervogel, Petruschka, Le sacre du printemps
Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Schwanensee, Dornröschen, Der Nussknacker, Eugen Onegin
Frédéric Chopin: Die Kameliendame