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Neue Freundschaft trotz Sprachbarriere

Inna und Natalia aus Nowo lebten eine Woche in Iserlohner Familie

ISERLOHN. (rat)
Nur mit ein paar Brocken Englisch, ihren Händen und Füßen konnten sich die 11-jährige Natalia und die 12-jährige Inna aus Nowotscherkassk mit ihrer Iserlohner Gastfamilie verständigen - und dennoch haben sie sich sofort mit den Dreyersdorffs angefreundet.
"Halligalli" hieß das Zauberwort - ein turbulentes Karten-spiel, auf das sich die drei Iserlohner Kinder Katharina, Alexandra und Fabian auf An-hieb mit ihren beiden russischen Gästen einigen konnten. Da war das Eis gebrochen und auch ohne viele Worte haben die Kinder zusammen eine wunderbare Woche verlebt.

Der Kontakt kam über Katharina Dreyersdorff zustande, die in der Tanzschule Bauer-Schramm Ballettunterricht bekommt. Dort haben insgesamt zehn Tanzschülerinnen aus Iserlohns Partnerstadt in der vergangenen Woche für eine gemeinsame Aufführung im Lethmater Gymnasium geprobt. „Wir hatten uns ganz ahnungslos bereit erklärt, Inna und Natalia bei uns aufzunehmen”. verrieten Sabine und Frank Dreyersdorff, die Eltern von Katharina. Es hatte sich aber schnell gezeigt, dass es eine tolle Erfahrung für alle war. Die beiden russischen Mädchen haben sich als sehr selbständig und unproblematisch erwiesen - und als sehr tierlieb, was besonders der Schäferhund Nala zu spüren bekam, den sie sofort in ihr Herz geschlossen hatten.

Nicht nur für die Iserlohner Gastfamilie war der Besuch der beiden Mädchen eine Bereicherung. Auch Inna und Natalia haben sich am Seilersee pudelwohl gefühlt. Wenn sie ihre Freunde und Familie nicht so vermissen würden, wären sie wohl gerne noch ein wenig länger geblieben. Von dem Freizeitprogramm, für das sie zwischen den vielen Proben noch Zeit fanden, hat ihnen der Besuch eines Bauernhofes, das Seilerseebad und natürlich die Mahlzeit bei McDonald's am besten gefallen. Wieso sollten die Kinder in Nowotscherkassk auch einen anderen Geschmack haben als die Iserlohner?

Solche persönlichen Kontakte zwischen den Menschen in den Partnerstädten seien sehr wünschenswert, damit die Freundschaft zwischen Iserlohn und Nowotscherkassk wirklich mit Leben gefüllt werde und einen soliden Boden bekomme, meint auch Renate Brunswicker. Bei ihrem letzten Besuch in Russland hatte die stellvertretende Bürgermeisterin intensiv für solche Kontakte geworben, die gegenseitige Besuche sehrviel unproblematischer machen. Auch Katharina Dreyersdorff will den Besuch von Inna und Natalia erwiedern und die Ballettschule in Nowotscherkassk demnächst besuchen.

Wie zu Hause fühlten sich Inna und Natalia (mitte) aus Nowotscherkassk bei ihrer Iserlohner Gastfamilie Katharina, Sabine, Fabian, Alexandra und Frank Dreyersdorff (v.l.) mit Hund Nala. Foto:Wronski