Sirtaki und Rotkäppchen
Gelungene russisch-deutsche Ballettaufführung begeisterte 150 Zuschauer
LETMATHE. (hab)
Die Aufführung der Tänzerinnen der Ballettschule Samantha" aus der russischen Partnerstadt Nowotscherkassk und des heimischen Ballettstudios Bauer in der Gymnasiums Aula des Gymnasiums war sehenswert.
Rund 150 Gäste ließen sich ams Samstag bei freiem Eintritt in die Welt des Tanzes entführen und an diesem Abend wurden alle Sparten dieses Genres geboten. Ob klassisches Ballett („Der Nussknacker"). Stepp-Tanz („Singin' in the rain"), Folklore („Sirtaki", „Kasatschok”) oder Jazz Immer wie-der überraschten die Tänzerinnen und Tänzer mit einer aus-gefallenen Choreografie und geschmackvollen Kostümen.
Für Szenenapplaus sorgten des öfteren die Mädchen aus der russischen Partnerstadt. Sie präsentierten das Märchen ,Rotkäppchen" so spielerisch leicht und gekonnt. dass das harte Training fast vergessen schien. Nicht nur bei diesem Stück, auch bei den Solovorführungen der kleinen Alina Solotova merkte der Betrachter recht deutlich, dass die Mädchen die Ballettschule „Samantha” nicht nur besuchen, weil es ihr Hobby ist, sondern weil ein Ziel am Horizont steht, nämlich die Aufnahme ins Theater, um in ein paar Jahren als Primaballerina auf der Bühne zu stehen.
Rund eine Woche weilten die kleinen „Ballettmäuse”, zehn Mädchen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren mit ihrer Choreografin Olga Potudanskaja in der Waldstadt und trainierten anlässlich eines Workshops mit den Tänzerinnen und Tänzern des Ballettstudios Bauer. Während sich die russichen Gäste morgens auf die Veranstaltung vor-bereiteten. übten die deutschen Ensemblemitglieder am Abend, damit die Gäste aus "Nowo" noch Freiraum für andere Dinge hatten.
Die Verständigung zwischen den beiden Gruppen klappte recht gut, denn der Leiter des Ballettstudios Bauer. Paul Hoffmann. spricht selbst Russisch.
Die Idee zu diesem Workshop entstand übrigens vor 2 Jahren, als das Iserlohner Partnerschaftskomitee anlässlich des 10-jahrigen Jubiläums der Städtefreundschah in „Nowo” weilte.
Auch Vizebürgermeister Michael Sehelfter war von dem Ballettabend begeistert und bedankte sich im Namen der Stadt Iserlohn bei beiden Studios für die Aufführung. Ein besonderer Dank ging an die Gasteltern, die die „Ballettmäuse” für sieben Tage beherbergten.
Am Sonntag starteten die russischen Gäste wieder gen Heimat. Nach drei (!) Tagen im Bus werden sie heute oder am morgigen Mittwoch in "Nowo" angekommen sein.
Mit dem getanzten Märchen "Rotkäppchen", das zum Schluss in einem fulminanten Can-Can endet, begeisterten die russischen Mädchen das Publikum.



